Richi´s Lab

Linear Technology
LT1027

Bei der LT1027 handelt es sich um eine Referenzspannungsquelle von Linear Technology, die auf einer buried Zenerdiode basiert.
Die Ausgangsspannung ist mit einer Toleranz von +/-0,1% etwas weniger genau definiert als bei der LT1236. Der Temperaturdrift ist mit 5ppm/°C zusätzlich etwas höher. Dafür addiert eine externe Justage der Ausgangsspannung keinen weiteren Temperaturdrift.

 

LT1027 Schaltplan

Das Datenblatt enthält ein Prinzipschaltbild. Die integrierte Schaltung ist scheinbar deutlich komplexer als bei der LT1236. Der Schein trügt allerdings, da hier der Pufferverstärker schlicht nicht als Operationsverstärker sondern großteils mit diskreten Bauteilen dargestellt wurde.

Grundlage der Referenzspannung bildet auch hier eine Zenerdiode. Über eine Widerstandskette kann zur Rauschreduktion ein Kondensator an das Potential angebunden werden. Ein Transistor in der Widerstandskette kompensiert höchstwahrscheinlich den Temperaturkoeffizienten der Zenerdiode. Mittels einer Anpassung der Widerstandswerrte lässt sich nach der Produktion die Ausgangsspannung justieren.
Auf die Schaltung zur Referenzspannungserzeugung folgt ein klassischer Differenzverstärker, eine Spannungsverstärkungsstufe, eine Treiberstufe und letztlich die Push-Pull-Endstufe.
Das Ausgangssignal wird mittels eines Widerstandsnetzwerks zum Differenzverstärker zurückgekoppelt. Anders als beim LT1236 erfolgt die Feineinstellung der Ausgangsspannung über einen Kontakt innerhalb dieses Widerstandnetzwerks. Da die eigentliche Referenzspannungsquelle von Änderungen an dieser Stelle nicht beeinflusst wird, bleibt bei der LT1027 der Temperaturdrift konstant.

 

LT1027 Schaltplan

Obwohl der Prinzipschaltplan der LT1027 der LT1236 nicht unähnlich ist, befindet sich im LS8-Package der LT1027 ein sehr viel größeres und komplexeres Die.

In der LT1027 sind drei Potentiale nach außen geführt, aber nicht näher beschrieben.
Das Massepotential erhält das Die über zwei Bonddrähte vom Gehäuse. Ein Massepotential ist direkt der Zenerdiode zugeordnet, während das andere Massepotential für die restlichen Schaltungsteile verwendet wird.

 

LT1027 Die

Das Die trägt die Bezeichnung 1027D. Die Zeichen JS könnten die Initialen eines Entwickler sein. Das Design stammt aus dem Jahr 1996.

An der linken Kante des Dies befindet sich mittig die buried Zenerdiode, die die Grundlage der Referenzspannungsquelle darstellt. Neun Testpads ermöglichen über Fusible Links die Justage der Referenzspannung. In der LT1236 waren dazu sechs Testpads mehr notwendig.
Rechts der Zenerdiode ziehen sich die symmetrischen Komponenten des Operationsverstärkers über das Die. Darüber befindet sich der relativ große Kompensationskondensator.
An der oberen Kante in der linken Hälfte ist eine weitere buried Zenerdiode integriert. Darunter sind mehrere Stromquellen, unter anderem die Stromquelle der Referenz-Zenerdiode, untergebracht. Vermutlich sorgt die obere Zenerdiode für möglichst konstante Arbeitsströme.
Die Push-Pull-Endstufe des Ausgangs ist an der rechten Kante platziert. In der unteren rechten Ecke befindet sich der Anschluss, über den die Ausgangsspannung eingestellt werden kann. Die zugehörigen Widerstände sind links davon integriert.
Die drei Anschlüsse in der rechten oberen Ecke dürfen laut Datenblatt nicht beschaltet werden. Sie sind mit verschiedenen Widerständen und letztlich mit dem Operationsverstärker verbunden. Welchen Zweck diese Pins haben erschließt sich nicht.

 

LT1027 Die buried zener

LT1027 Die second buried zener

Die zwei buried Zenerdioden sind dem Anschein nach gleich aufgebaut und entsprechen der Zenerdiode in der LT1236.

 

LT1027 Die Detail

Auf dem Die befinden sich zwei relativ große, längliche Elemente mit einer kammartigen Struktur. Die zugrunde liegende Funktion lässt sich nicht abschließend klären.

 

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