Richi´s Lab

 

LMT-121

Zu dem Zeitpunkt zu dem ich mich entschied die LMT-121 zu bauen hatte ich gerade die Mystery-PA-Subwoofer in Betrieb genommen und musste mich noch mit den Raveland-Boxen als Topteile begnügen. Das war natürlich keine Dauerlösung.

Mir hatte der Aufbau der Mystery-PA-Subwoofer sehr viel Spass gemacht, also entschied ich mich auch bei den zukünftigen Topteilen für einen Bausatz.
Meine Wahl fiel auf die LMT-121 von Jobst-Audio, mit diesen Lautsprechern sollte genug Spielraum nach oben sein: 450Wrms, 900Wmax, 99dB(1W/1m), 127dBmax, 69Hz - 18,1kHz (-5dB)

 

Da ich Gehrungen nicht so exakt im richtigen Winkel schneiden konnte, ließ ich mir die Multiplexplatten von "Vitrinen Schmidt" anfertigen und zuschicken. Preislich war das nicht uninteressant.

 

Die günstige Oberfräse und der Fräszirkel wollten absolut nicht mit mir zusammenarbeiten.
Mit der Stichsäge hätte ich schönere Kreise schneiden können. Ich bestellte erst einmal neue Multiplexplatten.

 

Mit der Stichsäge sahen die Ausschnitte schon viel ordentlicher aus.

 

Ich leimte die ersten Seitenteile und den Bassreflexkanal an die Front.

Danach waren die Einschlagmuttern an der Reihe. Ich hatte noch nie Einschlagmuttern benutzt und wahrscheinlich war ich etwas in Gedanken. Auf jeden Fall befanden sich die Muttern schließlich auf der falschen Seite. Das würde ich später noch korrigieren.

 

Als Tiefmitteltöner stand ein Eminence Kappa-12A zur Verfügung.

 

Den Hochtonbereich bediente das Hochtonhorn Oberton H975.

 

Die Frequenzweichen kamen fertig aufgebaut und machten einen guten Eindruck.

 

Der weitere Zusammenbau lief folgendermaßen ab: Ich trug Leim auf die Seitenteil auf, stellte alle Teile zusammen, fixierte jede Kante provisorisch mit einem Stück Klebeband, richtete dann die Teile an der Ober- und Unterseite exakt aus, brachte weiteres Klebeband an, legte schließlich Spanngurte an und presste alle Teile vorsichtig aber doch mit Kraft zusammen.

Die vier alten Schallwand-Teile konnten sich hier noch einmal als Platzhalter im Bassreflexkanal nützlich machen. Ohne diese Stütze drohte er sich zu verformen.

 

Danach konnte ich Deckel- und Bodenplatte anleimen.

In Ermangelung von passenden Schraubzwingen nutzte ich eine übergroße Salzkristall-Lampe um die Teile zusammenzupressen.

 

Mit einem Bündigfräser ließen sich die Deckel- und Bodenplatte recht komfortabel an das restliche Gehäuse anpassen.
In dem Zug rundete ich auch gleich die Kanten ab.
Mit Schmirgelpapier versuchte ich alle übrigen Unebenheiten und Kanten zu glätten.

Außerdem korrigierte ich meinen Fehler bei der Montage der Einschlagmuttern. Anstatt die Muttern auf der Innenseite einzuschlagen nutzte ich eine Schraube mit Beilagscheiben um die Muttern in das Holz zu pressen, was sehr gut funktionierte.

Mit Forstnerbohrern bohrte ich die Löcher für Speakon-Buchsen und den Stativflansch.
Die Aussparung für den Tragegriff entstand erst später.

 

Ich entschied mich für normalen Lack, trug zuerst Grundierung dann einen so genannten Strukturlack auf. Es handelte sich aber nicht um den bekannten Warnex-Strukturlack, sondern um einen einfachen Sprühlack.

Die Einschlagmuttern hatte ich zuvor abgeklebt, um die Gewinde vor dem Lack zu schützen.

 

Das Ergebnis war nicht perfekt aber ausreichend.

 

Damals dachte ich, dass auch eine zweipolige Speakon-Buchsen ausreichend gewesen wären. Da aber zwei vierpolige mitgeliefert wurden, verkabelt ich sie natürlich entsprechend: Das Topteil wurde über Kanal 1 versorgt und beide Kanäle wurden auf die zweite Buchse durchgeschleift.

Die Buchsen erhielte selbstverständlich ein Dichtband.

 

Danach schraubte ich die Frequenzweiche in das Gehäuse.
Die Dämmmatten passte ich ein und befestigte sie mit einem Tacker.
Zuletzt verlegte ich noch das Dichtband für die Treiber.

 

Die Hörner hatte ich zuerst gedreht eingebaut. Bei einer Anwendung mit mehreren Topteilen direkt nebeneinander kann das durchaus sinnvoll sein, ich benötigte allerdings die breitere 90°-Abstrahlcharakteristik. Die breitere Abstrahlung weisen die Hörner auf der Seite auf, die sich weniger stark nach außen öffnet. Ein engeres Horn führt zu mehr Beugung und damit zu einer breiteren Abstrahlung.

 

Um das Gitter zu befestigen entschied ich mich Neodym-Magneten einzusetzen.
Eine Unterlegscheibe aus Holz sorgte für die richtige Höhe und ein Stück Klebeband gegen Scheuer-Effekte.

 

Die Magnete fixierten Gitter von Feinblech RA.BE. Diese waren 1,5mm stark, an den Ecken passend gebogen und pulverbeschichtet.

Der Klang und die Lautstärke waren sehr überzeugend.
Da es sich um reine Topteile handelte, konnte man sie nur in Kombination mit Subwoofern betreiben.

 

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