Richi´s Lab

 

günstige Garagenbeschallung

 

Ich wollte etwas Musik in der Garage haben, nach Möglichkeit ohne nennenswerte Investitionen.

Ein Gehäuse für eine SCSI-Festplatte sollte die Grundlage für ein Radio bilden.

 

Praktischerweise war in dem Gehäuse bereits ein kleines Schaltnetzteil und ein Lüfter integriert.

 

In der Restekiste fand sich ein alter Verstärker mit nur noch einem funktionsfähigen Kanal. Der TDA 8560 konnte an 4 Ohm 25W leisten.

Die 10% THD sollten im Rahmen der Garage nicht weiter stören.

 

Die nicht mehr benötigten Bauteile wurden entfernt, so war Platz für Befestigungslöcher. Zur Kühlung kamen drei kleine Kühlkörper zum Einsatz, die ich mit einem guten Silber-Wärmeleitkleber zusammengefügt hatte. Spätestens mit dem kleinen Lüfter sollte die Kühlung ausreichen.

 

Dazu wollte ich ein Radio verbauen. Das Werbegeschenk-Modell bot sich an, da es einen überraschend guten Empfang bot und per Knopfdruck der nächste Sender gesucht werden konnte. Im Inneren arbeitete ein TDA7088.

 

Zuerst einmal realisierte ich mit einem LM 317 eine 3V-Versorgung für die Radio-Platine.

Den Radio klebte ich mit Epoxid-Kleber auf die Lochrasterplatine.

Problematisch war, dass der IC normalerweise das Kopfhörerkabel als Antenne nutzt, was mit einer geschirmten Signalleitung zwischen Radio und Verstärker nicht mehr funktionieren würde. Ich konnte die beiden Funktionen trennen. Schließlich kam der brauen Draht im Vordergrund als Antenne zum Einsatz.

Dazu kam, dass das Ausgangssignal, wie oft bei solchen Anwendungen, nicht auf Masse bezogen war, sondern 1,5V als Bezugspotential nutzte. So konnte auf eine negative Versorgungsspannung für den Verstärker verzichtet werden. Zum Anschluss des Verstärkers musste ich noch einen Koppelkondensator mit Pull-Down-Widerstand verbauen.

 

Der komplette Aufbau hatte mehr als genug Platz im ehemaligen Festplattengehäuse. An den Bananenbuchsen neben dem Lüfter konnte der Lautsprecher angeschlossen werden.

 

Auf der Front fanden sich nun die Knöpfe für den Sendersuchlauf, ein Lautstärkeregler und der Netzschalter.

 

Als Übergangslösung kam vorerst ein alter Breitbänder aus einem Auto als Lautsprecher zum Einsatz.

Der Klang war den Umständen entsprechend gut.
Das verwundert weniger, wenn man bedenkt, dass die KFZ-Lautsprecher oft auf große, undichte Gehäuse ausgelegt sind.

 

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