Richi´s Lab

 

Carrerabahn-Boxengasse

Ein Carrerabahn-Fan hatte mich gefragt, ob es möglich wäre eine Boxengasse zu bauen, die mehr oder weniger automatisch funktioniert.
Ich wollte es möglich machen.

 

Der Schaltplan der Boxengassensteuerung: Nachdem die Schaltung mit bis zu 30V funktionieren musste, hatte sie am Eingang erst einen 12V-Spannungsregler und danach einen 5V-Spannungsregler. Die 12V waren für die Weichensteuerung nötig.

Je ein MOSFET schaltete die Weichen und zwei weitere Transistoren unterbrachen den Strom in der Boxengasse.

Ein BCD-Decoder gab auf einer 7-Segment-Anzeige aus wie viele Runden noch gefahren werden konnten. Komplettiert wiurde das Ganze von einer Ampelanlage und Mikroschaltern zur Zählung der gefahrenen Runden.

Zur Steuerung kamen kleine Attiny2313 zum Einsatz. Ich wählte die einfache Variante und setzte gleich zwei der günstigen Mikrocontroller ein.

 

 

 

Es folgte ein erster Versuchsaufbau zum Test der Software.

 

 

Und wie es oft so passiert: Nachdem ich während der Entwicklung die 7-Segmentanzeigen ein paar Mal gewechselt hatte, stimmte natürlich zum Schluss die Auswahl zwischen gemeinsamer Anode und gemeinsamer Kathode nicht mehr.
Kurzerhand wurde der zugehörige Pin des BCD-Decoders angehoben und mit feinem Kupferlackdraht umverdrahtet. Etwas Heißkleber schützte die Konstruktion.

 

Die Schalterentprellung sollte eigentlich die Software übernehmen. Irgendwie löste der Interrupt aber immer zu oft aus. Also fügte ich nachträglich noch eine Hardware-Entprellung ein.

 

Die einzigen Weichen die man für analoge Carrerabahnen bekam waren diese hier. Sie schalteten automatisch einmal in die eine und dann wieder in die andere Richtung. Die automatische Rückstellung wollten wir weiter nutzen, damit das aus der Box fahrende Auto die Weiche wieder in die Ausgangsstellung bringen konnte. In Richtung Boxengasse sollte die Weiche die Autos aber nur führen, wenn die Spiellogik das erforderte. Über einen Kupferlackdraht wollten wir den Schaltvorgang triggern.

 

Magnetaktuatoren sollten das Schalten an sich übernehmen.

 

Über ein paar zusätzliche Leitungen konnte die Schaltung den Stromfluss in der Boxengasse kontrollieren.

 

Den mechanischen Aufbau übernahm mein Kollege. Er arbeitete dabei auf einer Plexiglasplatte mit Kabelkanälen.

Am rechten Ende der Weiche kann man die beiden Mikrotaster erkennen, die die gefahrenen Runden zählten.

 

Die Ampelanlage bestand ebenfalls aus Kabelkanälen.

 

Die Verbindungen von der "Hauptplatine" im Boxenhäuschen zur Rennbahn sollten steckbar sein, dafür schien mir ein Parallelportkabel am sinnvollsten und einfachsten.

Die Kabel waren etwas dünn, sollten aber ausreichen, da die Ströme nur kurzzeitig übertragen werden mussten.

 

 

Die Magnetaktuatoren schalteten die Weichen einwandfrei. Den Kupferlackdraht hatte ich mit einem Tropfen Epoxid fixiert.

 

So sah der fertige Aufbau in Aktion aus.

 

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